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Schallschutz für Wärmepumpen: Genießen Sie die Ruhe

Durch: Stefan - Schalldämmung Spezialist bei Schallschutz Deal Kommentare: 0

Eine Wärmepumpe soll leise im Hintergrund arbeiten. Trotzdem kann vor allem die Außeneinheit durch Ventilator und Verdichter hörbar werden, besonders abends und in dicht bebauten Wohngebieten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Maßnahmen den Lärm wirksam reduzieren, welche Materialien dafür geeignet sind und was Sie dabei beachten müssen, damit die Anlage weiterhin sicher und zuverlässig läuft.

Zuerst: Herstellerangaben und Luftführung beachten

Bevor Sie Material an oder um eine Wärmepumpe anbringen, sollten Sie die Vorgaben des Herstellers prüfen. Eine Wärmepumpe benötigt freie Luftwege, und einzelne Bauteile werden warm. Eigenmächtige Änderungen am Gerät können die Funktion beeinträchtigen und die Gewährleistung gefährden.

  • Bringen Sie kein Material an Lufteintritt, Ventilator, Verdampfer (Lamellen) oder Luftkanälen an.
  • Kleben Sie nichts direkt auf das Gerät, ohne vorher beim Hersteller oder Installateur nachzufragen.
  • Halten Sie die vorgeschriebenen Mindestabstände zu Wänden und Einhausungen ein, damit die ausgeblasene Luft nicht wieder angesaugt wird.
  • Prüfen Sie örtliche Vorgaben zu Aufstellort, Abständen und Lärmgrenzen.

Außeneinheit: Körperschall entkoppeln, Luftschall abschirmen

Bei der Außeneinheit gibt es zwei Lärmquellen mit unterschiedlichen Gegenmaßnahmen: Vibrationen, die sich über Boden und Wand ausbreiten (Körperschall), und Geräusche, die sich direkt durch die Luft ausbreiten (Luftschall).

Vibrationen entkoppeln

Steht das Gerät starr auf einem Fundament oder einer Wandkonsole, übertragen sich seine Vibrationen auf das Bauwerk und sind im Haus als Brummen zu hören. Schwingungsdämpfer aus Gummi oder Feder zwischen Gerät und Untergrund verhindern das. Sie müssen für das Gewicht des Geräts ausgelegt sein, die Herstellerangabe dazu finden Sie in der Montageanleitung. Das Gerät muss danach weiterhin stabil und waagerecht stehen. Auch Leitungsdurchführungen an der Hauswand sollten elastisch ausgeführt werden, damit sich keine Schwingungen über Rohre und Kabel übertragen.

Einhausung oder Schallschutzwand um das Gerät

Besonders wirksam ist eine Einhausung oder Schallschutzwand, die das Gerät mit ausreichend Abstand umgibt, ohne es zu berühren. Sie funktioniert nach zwei Prinzipien: Die äußere Schicht bringt Masse und dämmt den Schall, die Innenseite ist schallabsorbierend und verhindert, dass sich der Schall im Inneren aufschaukelt. Wichtig ist, dass Luft frei zu- und abströmen kann, zum Beispiel über Lamellen oder versetzt angeordnete Öffnungen.

Folgende Materialien eignen sich für die Konstruktion:

  1. Masse für die Wände der Einhausung: Die PVC-Masseplatte erhöht die Masse bei geringer Dicke und verbessert so die Schalldämmung, vor allem bei tiefen Frequenzen.
  2. Vibrationen der Verkleidung dämpfen: Die Bitumen-Antidröhnmatte beruhigt Blech- oder Holzpaneele der Einhausung. Sie wird auf der Verkleidung angebracht, nicht auf der Wärmepumpe.
  3. Absorption an der Innenseite: Selbstklebender Polyetherschaum mit PU-Deckschicht oder Polyurethanschaum mit wasserabweisender Deckschicht absorbieren ein breites Frequenzspektrum. Wasserabweisend bedeutet nicht wetterfest: Bringen Sie den Schaum auf der Innenseite der Einhausung an, geschützt vor direktem Regen und Sonneneinstrahlung.
  4. Entkopplung der Verkleidung: Gummifüße oder Schwingungsdämpfer verhindern, dass sich Schall von der Einhausung auf den Untergrund überträgt.

Neben der akustischen Wirkung sorgt eine gut gebaute Einhausung auch für ein aufgeräumtes Bild im Garten oder an der Hauswand.

Inneneinheit und Technikraum

Auch im Haus kann die Wärmepumpe brummen, zum Beispiel durch Umwälzpumpen oder, bei Kompaktgeräten, durch den Verdichter. Auch hier gilt: Entkoppeln Sie zuerst das Gerät und die Rohrleitungen von Boden und Wand, zum Beispiel mit Schwingungsdämpfern und elastischen Rohrschellen.

Zusätzlich können Sie den Technikraum akustisch bekleiden und die Tür abdichten, damit weniger Schall in die Wohnräume gelangt. Die Bitumen-Antidröhnmatte beruhigt Blechverkleidungen und Schächte im Raum. Dort, wo Wärme entsteht, ist eine hitzebeständige Lösung wie die Glasfasermatte mit Aluminium-Deckschicht sinnvoll. Sie gehört in die Raumverkleidung, nicht direkt auf wärmeführende Bauteile des Geräts. Material am Gerät selbst sollten Sie nur nach Freigabe des Herstellers anbringen.

Was Schallschutz nicht leistet

Schallschutzmaßnahmen reduzieren Lärm. Die Effizienz der Wärmepumpe steigern sie nicht. Im Gegenteil: Wird die Luftzufuhr eingeschränkt oder zu eng eingehaust, arbeitet das Gerät weniger effizient und kann sogar lauter werden. Planen Sie deshalb immer zuerst die Luftführung und erst danach den Schallschutz.

Fazit: Wärmepumpe leiser betreiben

Mit Entkopplung, einer gut geplanten Einhausung und einer sorgfältigen Auswahl der Materialien lässt sich die Geräuschkulisse rund um die Wärmepumpe deutlich verbessern. Das erhöht den Wohnkomfort und sorgt für ein besseres Verhältnis zu den Nachbarn. Weitere Tipps und Materialien finden Sie in unserem Ratgeber zur Schalldämmung von Wärmepumpen.


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