Schritte, verrückte Möbel, Musik oder Stimmen: In Mehrfamilienhäusern sind solche Geräusche oft bis in die Wohnung darunter zu hören. Eine Schalldämmung für den Boden reduziert diese Schallübertragung, indem der Bodenaufbau den Schall dämpft und vom Untergrund entkoppelt. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie ein schalldämmender Bodenaufbau funktioniert, welche Lösungen für Wohnungen infrage kommen und was Sie vor der Umsetzung beachten sollten. Schallschutz Deal unterstützt Sie mit passenden Materialien und Beratung.
Schalldämmender Bodenaufbau mit schwimmendem Estrich
Bei Neubau und Sanierung ist ein schwimmender Estrich auf einer Trittschalldämmung eine bewährte Lösung. Der mehrschichtige Bodenaufbau trennt den Bodenbelag von der Rohdecke und verringert so die Übertragung von Trittschall in die darunterliegende Etage. Ein klassischer schalldämmender Bodenaufbau besteht aus diesen Schichten:
- Elastische Dämmschicht
Die Dämmschicht liegt direkt auf der Rohdecke und entkoppelt den Estrich vom Untergrund. Dafür eignen sich unter anderem Gummi-Schalldämmung oder Verbundschaumstoff. - Schwimmender Estrich
Auf der Dämmschicht wird der Estrich schwimmend verlegt, also ohne starre Verbindung zur Rohdecke und zu den Wänden. Ein Randdämmstreifen entlang der Wände verhindert Schallbrücken. So wird deutlich weniger Trittschall an die Gebäudekonstruktion weitergegeben. - Bodenbelag
Abschließend folgt der Bodenbelag Ihrer Wahl, zum Beispiel Laminat, Parkett, Vinyl oder Fliesen.
Schalldämmung Boden in der Wohnung
In Wohnungen sind die Möglichkeiten zur Schalldämmung oft durch die Bausubstanz eingeschränkt. Für diesen Fall haben wir drei gängige Lösungen für Sie zusammengestellt:
Trittschallmatten
Schalldämmende Matten werden zwischen dem Untergrund und dem Bodenbelag verlegt. Gummi-Schalldämmung aus Gummigranulat dient dabei als elastische Unterlage, die den Bodenbelag vom Untergrund entkoppelt und so Trittschall reduziert.
Teppichboden mit Schalldämmunterlage
Wenn Sie Teppichboden bevorzugen, können Sie ein Produkt mit integrierter schalldämmender Unterlage wählen. Das ist eine unkomplizierte Lösung, da keine separate Unterlage verlegt werden muss.
Schwerfolie
Schwerfolie (auch Masseplatte genannt) erhöht die Masse des Bodenaufbaus und verbessert dadurch vor allem die Luftschalldämmung, ähnlich wie bei der Schalldämmung von Decken. Gegen Trittschall wirkt sie nur in Kombination mit einer elastischen Schicht, die den Aufbau vom Untergrund entkoppelt.
Beachten Sie bei der Bodenschalldämmung in Ihrer Wohnung unbedingt die Vorgaben aus dem Mietvertrag oder die Regeln der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Informieren Sie sich daher vor der Umsetzung über die geltenden Bestimmungen.
Welche Lösung zu Ihrer Situation passt, hängt vom vorhandenen Bodenaufbau und von der Art des Lärms ab. Für eine Beratung nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
