Eine akustische Vorsatzwand (fachsprachlich auch Vorsatzschale) ist eine bewährte Methode, um die Übertragung von Luftschall durch eine Wand zu verringern. Ob Nachbargeräusche Sie stören oder Sie einen ruhigeren Arbeitsplatz schaffen möchten: Auf dieser Seite erfahren Sie, wie eine schalldämmende Vorsatzwand aufgebaut ist, welche Vorteile sie bietet, wie dick sie sein sollte und ob Sie sie selbst bauen können.
Was ist eine Vorsatzwand?
Eine Vorsatzwand ist eine zusätzliche Wand, die vor einer bestehenden Wand errichtet wird. Sie kann dazu dienen, Unebenheiten auszugleichen, vor allem aber verbessert sie den Schall- und Wärmeschutz. Schalldämmende Vorsatzwände werden häufig in älteren Häusern eingesetzt, deren dünne Wände viel Schall durchlassen. Mit den richtigen Materialien, etwa Schallschutzplatten und Dämmmaterial im Hohlraum, wird vor allem Luftschall reduziert, Körperschall nur teilweise.
Wie dick sollte eine Vorsatzwand sein?
Die Dicke hängt vom eingesetzten Material und vom gewünschten Dämmwert ab.
Üblich sind Vorsatzwände mit einer Dicke zwischen 5 und 10 Zentimetern.
Für besseren Schallschutz empfiehlt sich ein stärkerer Aufbau von 10 bis 15 Zentimetern.
Neben der Dicke sind auch die Masse der Beplankung, die Entkopplung von der Bestandswand und ein Hohlraum mit passendem Dämmmaterial entscheidend. Bedenken Sie außerdem, dass eine Vorsatzwand Raumfläche kostet.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Vorsatzwand und einer Vorsatzschale?
Im Alltag bezeichnen beide Begriffe dasselbe: eine zusätzliche Wand, die vor einer bestehenden Wand errichtet wird. Im Trockenbau ist Vorsatzschale der übliche Fachbegriff.
Wie viel leiser wird es mit einer Vorsatzwand?
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Die Wirkung hängt von der Bestandswand, dem Aufbau, der Masse der Beplankung, der Entkopplung und dem Dämmmaterial im Hohlraum ab. Am stärksten wirkt eine Vorsatzwand gegen Luftschall wie Stimmen oder Musik, Körperschall wird nur teilweise reduziert. Für eine Einschätzung Ihrer Situation beraten wir Sie gern.
Hilft eine Vorsatzwand gegen Trittschall von oben?
Nur bedingt. Trittschall entsteht durch Schritte in der Wohnung darüber und wird vor allem über die Decke übertragen. Eine Vorsatzwand verringert hauptsächlich Luftschall durch die Wand und Körperschall nur teilweise. Gegen Lärm von oben ist eine Maßnahme an der Decke besser geeignet.
Was ist der Unterschied zwischen Schalldämmung und Schallabsorption?
Schalldämmung verringert die Schallübertragung zwischen zwei Räumen, zum Beispiel durch die Wand zum Nachbarn. Schallabsorption verringert den Nachhall im Raum selbst. Eine Vorsatzwand ist eine Maßnahme zur Schalldämmung. Wenn es in Ihrem Raum hallt, sind Akustikpaneele oder Akustikschaumstoff besser geeignet.
Welche Materialien brauche ich für eine Vorsatzwand?
Für den Selbstbau benötigen Sie ein Ständerwerk aus Holz- oder Metallprofilen, Dämmmaterial für den Hohlraum und Gipskartonplatten für die Beplankung. Zur Entkopplung von der Bestandswand kommen Verbundschaumstoff und Gummistreifen zum Einsatz.
Darf ich als Mieter eine Vorsatzwand einbauen?
Eine Vorsatzwand wird fest in Ihrer Wohnung installiert. Klären Sie deshalb vorab mit Ihrem Vermieter, ob sie erlaubt ist. Maßgeblich ist Ihr Mietvertrag.

